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Lange Jahre, um genau zu sein, fast 17 Jahre lebte in unserer Familie ein ganz besonderes Familienmitglied. Es hieß Fritz und war ein schwarz weißer Hauskater. Er war an Eigenwilligkeit nicht zu überbieten - so dachten wir damals jedenfalls....... !
Er hatte eine besondere Gabe - er war ein "Heiler". Er heilte die großen und kleinen Sorgen sämtlicher Familienmitglieder. Wer mit ihm gesprochen hatte, war auf wundersame Weise plötzlich nicht mehr traurig, nicht mehr einsam, alle Sorgen waren viel kleiner als vorher. Kaum jemand aus der Familie konnte es erwarten Glück und freudige Ereignisse diesem Tier mitzuteilen - alles, einfach alles konnte man ihm sagen. Man kann sagen, er war das am Besten informierte Familienmitglied - und er war verschwiegen........!

 

 

 


Im April 1997 brachte mein Mann in weiser Voraussicht eine klitzekleine dreifarbige Hauskatze mit. Wir tauften sie Resi und nicht nur ihr Name war ungewöhnlich. Sie entwickelte sich zu einer noch eigenwilligeren Katze als Fritz es hätte jemals sein können. Wir dachten Fritz hätte uns bereits dressiert, wie wir uns getäuscht hatten..............

Am 26. Mai 1998 starb unser geliebter Fritz an einer Lungenentzündung. Nichts und niemand kann und wird ihn jemals ersetzen. Was tat es da gut eine Resi zu haben - und oh Wunder, auch sie konnte zuhören und tröstet uns seitdem mit der ihr eigenen Eigenwilligkeit. Niemand aus der Familie kann sich ihrem Zauber entziehen. Sie lässt sich gnädig herab, das von uns angebotene Futter und Streicheleinheiten entgegen zu nehmen. Wenn sie will, dann will sie, wenn nicht, dann nicht! Hat jemand sie beleidigt oder gar geärgert - er kann tagelang auf Knien durchs Haus rutschen, erst wenn sie beschließt: es ist wieder gut, dann ist es wieder gut. Wenn nicht - weiter auf die Knie!
An dem Tag an dem unser geliebter Fritz starb, ist ein kleiner Tiger namens Paul in unser Haus eingezogen. Er stammte von einem Bauernhof und die Familie konnte sich nicht erklären wo er herkam. Eine Mutter ward nie gesehen. Er war das passende Pflegekind, das jetzt unserer Fürsorge und Aufmerksamkeit bedurfte. Das lenkte uns von unserer Trauer um Fritz etwas ab. Weil Paul sich bis dahin ständig gegen die anderen Katzen durchsetzen musste, konnte er fressen, knurren und fauchen gleichzeitig. Das hat er nie verlernt. Später konnte er sogar warten, bis die Babies gefressen haben - er hatte soviel Vertrauen zu uns, dass er genau wußte, auch für ihn wurde das Näpfchen noch einmal gefüllt! Damit hat mich dieser süsse Tiger stolz und glücklich gemacht! Es war zu einem stattlichen Kater herangewachsen, der der beste Freund von Suse, unserer Berner Sennenhündin war. Vielleicht liegt es daran, weil Suse an dem Tag geboren wurde, als Paul genau ein Jahr in unserer Familie lebte - der Kreis hatte sich also geschlossen! Wenn Suse ihn abschleckt hat, dann hatten wir manchmal die Befürchtung, dass er nicht mehr lange getigert sein würde, irgendwann wären die Streifen abgeleckt! Und weil unser Fritz einfach unvergessen ist und die ganze Familie für das Zusammenleben mit samtpfötigen Hausgenossen geprägt hat, ist er sozusagen der Begründer der Cattery Bluelords! Und es wird kein Web geben, bei dem er nicht einen würdigen Platz findet!